[LONDON] THE PLACE I CALL HOME: FLORENCE HUTCHINGS

5 August - 5 September 2020

[ENGLISH]

 

Union Gallery is pleased to present Florence Hutchings’ The place I call home, across both our spaces, curated by William Gustafsson.

 

Hutchings’ surrounds herself with objects, drawings, plants, images and postcards which inspire her to create. Often, she relentlessly draws in her home, expanding her practice from the studio, bringing her work into the domestic sphere. This has been evermore been present during the recent lockdown, where Hutchings’ was forced to adopt her own domesticity as her primary source of influence; the sink in the bathroom, the stand in the sitting room, the plants, pots, and vases which make up her home. Hutchings’ work is not just a documentation of the everyday. She uses a diverse, vibrant palette and varied modes of painting to create a dialogue between the actual and the abstracted, regenerated version of the mundane.

 

The works exhibited in The place I call home delve into various aspects of Hutchings’ practice and lend to her ways of making. Her tendency to work in series is evident in the works shown. Each work presented is a pair or is featured in an extended series, whilst holding the overarching theme of the interior. Hutchings’ often creates a body of work in various scales and mediums simultaneously. Within a particular work the use of bold and complimentary colours, ie. the mix of bright yellow and a burnt red or a deep purple and earthy green, allows them to stand alone devoid of being presented together. Yet, it is Hutchings’ exquisite use of colour and painterly language which allows each work to hold their own unique energy whilst being able bounce off one another when displayed as a group.

 

Hutchings’ work is labour intensive, she pushes and moves paint whilst also cutting out and collaging. She builds up a pictorial image, then reduces, reworking it into something much simpler yet still holding the intended organic textures. Within her work she finds the background, such as the carpet or wall, is just as important as a plant stand or sink. Hutchings’ approaches all her work with the same intensity with the small works even becoming more physical as they have been worked mainly on the floor, the drips down the side of the canvas usually show when she has worked in this way.

 

 

[DEUTSCH]

 

Die Union Gallery freut sich, Florence Hutchings' The place I call home in unseren beiden Räumen zu präsentieren, kuratiert von William Gustafsson.

 

Hutchings umgibt sich mit Objekten, Zeichnungen, Pflanzen, Bildern und Postkarten, die sie zu ihrer Arbeit inspirieren. Oft zeichnet sie unablässig in ihrer Wohnung und erweitert so ihre Praxis vom Atelier aus, indem sie ihre Arbeit in die häusliche Sphäre bringt. Dies war während des jüngsten Einschlusses noch präsenter, als Hutchings gezwungen war, ihre eigene Häuslichkeit als primäre Einflussquelle zu nutzen: das Waschbecken im Badezimmer, der Ständer im Wohnzimmer, die Pflanzen, Töpfe und Vasen, die ihr Zuhause ausmachen. Hutchings' Arbeit ist nicht nur eine Dokumentation des Alltäglichen. Sie verwendet eine vielfältige, leuchtende Palette und unterschiedliche Malweisen, um einen Dialog zwischen der tatsächlichen und der abstrahierten, regenerierten Version des Alltäglichen zu schaffen.

 

Die in The place I call home ausgestellten Werke beleuchten verschiedene Aspekte von Hutchings' Praxis und geben Aufschluss über ihre Arbeitsweise. Ihre Tendenz, in Serien zu arbeiten, wird in den gezeigten Werken deutlich. Jedes der ausgestellten Werke ist ein Paar oder gehört zu einer längeren Serie, wobei das übergreifende Thema des Innenraums beibehalten wird. Hutchings' schafft oft ein Werk in verschiedenen Maßstäben und Medien gleichzeitig. Die Verwendung kräftiger und komplementärer Farben innerhalb eines Werks, z. B. die Mischung aus leuchtendem Gelb und verbranntem Rot oder tiefem Violett und erdigem Grün, erlaubt es ihnen, für sich allein zu stehen, ohne dass sie zusammen präsentiert werden. Dennoch ist es Hutchings' exquisiter Einsatz von Farbe und malerischer Sprache zu verdanken, dass jedes Werk seine eigene, einzigartige Energie besitzt und gleichzeitig in der Lage ist, sich gegenseitig zu beflügeln, wenn es als Gruppe präsentiert wird.

 

Hutchings' Arbeit ist arbeitsintensiv, sie drückt und bewegt Farbe, während sie auch ausschneidet und collagiert. Sie baut ein Bild auf, reduziert es dann und überarbeitet es zu etwas viel Einfacherem, das aber immer noch die beabsichtigten organischen Texturen enthält. Bei ihren Arbeiten ist der Hintergrund, z. B. ein Teppich oder eine Wand, genauso wichtig wie ein Pflanzenständer oder ein Waschbecken. Hutchings geht an alle ihre Arbeiten mit der gleichen Intensität heran, wobei die kleinen Werke sogar noch körperlicher werden, da sie hauptsächlich auf dem Boden gearbeitet wurden; die Tropfen, die an der Seite der Leinwand herunterlaufen, zeigen gewöhnlich, dass sie auf diese Weise gearbeitet hat.